Pfarrkonvent

Erzähl uns was über Deine Gemeinde

Die Mitglieder des Pfarrkonventes reisen zu Beginn jedes Konventes virtuell in eine Kirchgemeinde der Landeskirche, indem eine Pfarrperson ihre Kirchgemeinde vorstellt. 2023 lernten wir auf diese Weise die Kirchgemeinden Hundwil, Bühler und Appenzeller Hinterland näher kennen.

 

Abschied, Begrüssung und Wahlen

Nach 34 Jahren verabschiedete sich Markus Grieder aus dem Pfarramt Urnäsch. Die Nachfolge übernimmt für einen begrenzten Zeitraum Barbara Stehle.

In Teufen trat Verena Hubmann von ihrem Pfarramt zurück. Als Nachfolgerin wurde Nicole Bruderer gewählt. Und in Wolfhalden ist neu Andreas Hess als Pfarrer tätig.

Wir wünschen allen Zurückgetretenen und den neu Gewählten alles Gute und Gottes Segen für den neuen Lebensabschnitt!

Auch im Pfarrkonvent gab es Wechsel: Dietmar Metzger amtete zwölf Jahre lang als Kassier des Pfarrkonventes. Er legte im Januar sein Amt nieder und trat zugleich aus dem Vorstand des Pfarrkonventes zurück. Ihm gilt ein herzlicher Dank für seine sorgfältige und gewissenhafte Amtsausübung! Als Nachfolger im Kassieramt und im Vorstand konnte Peter Solenthaler gewonnen werden.

Aus dem Pfarrkonvent stellte sich Barbara Signer als Delegierte in die Islamkonferenz und in die Frauen- und Genderkonferenz der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS zur Verfügung. Christine Scholer übernimmt den Kontakt zur Arbeitsgruppe Neue religiöse Bewegungen. Der Kirchenrat hat diese Delegationen mit der Wahl bestätigt.

 

Reglemente

Als Folge der neuen Kirchenverfassung müssen in vielen Bereichen Reglemente angepasst werden. Einschneidende Folgen, v.a. für kleine Kirchgemeinden, hat wohl das Reglement Finanzausgleich. Kirchgemeinden, die unter die Grenze von 500 Mitgliedern fallen, bekommen künftig – nach einer Übergangszeit – keine Beiträge mehr aus dem Finanzausgleich. Das führte auch im Pfarrkonvent zur grundlegenden Frage, woran sich die Lebendigkeit bzw. Überlebensfähigkeit einer Kirchgemeinde bemisst und zu einer Stellungnahme zuhanden des Kirchenrates.

 

Religionsunterricht und Gottesdienst

Weil allerorten ein Mangel an Fachlehrkräften Religion herrscht, tauschten die Pfarrerinnen und Pfarrer sich über die unterschiedlichsten Formen des Religions- und Konfirmandenunterrichtes aus und stellten sich zugleich für verschiedene Unterrichtsmodelle zur Verfügung. Dabei sind zwei Tendenzen zu verzeichnen: Zum einen gibt es Pfarrer:innen, die keinen oder ausschliesslich Konfirmandenunterricht erteilen, andererseits gibt es Pfarrer:innen, die immer mehr Religionsunterricht übernehmen.

Und weil auch der Gottesdienstbesuch rückläufig ist und in manchen Kirchgemeinden über wenig Rückhalt verfügt, hat der Pfarrkonvent beschlossen, den Gottesdienst, der doch ein «unique selling point» der Kirchen ist, zu einem Schwerpunktthema seiner Arbeit zu machen. Begonnen haben wir, indem wir auch hier Erprobtes und Bewährtes aus den verschiedenen Kirchgemeinden sammelten. Dabei ging es um Gottesdienste, die an anderen Orten als der Kirche durchgeführt werden, die von anderen Personen vorbereitet und durchgeführt werden oder zu anderen Zeiten als am Sonntagmorgen um 10 Uhr stattfinden bzw. virtuell angeboten werden.

Dabei ist die Frage, welche strukturellen Bedingungen es braucht, damit solche Formate etabliert werden können, (noch) offen geblieben – ein Frage, die zuhanden des Reglementes «kirchliches Leben» sicherlich beantwortet werden muss.

 

Reformationsjubiläum

Irina Bossart, Peter Solenthaler und Hajes Wagner haben gemeinsam mit der Projektkommission der Landeskirche drei Projekte auf den Weg gebracht. Unter dem Motto «Dem Himmel so nah» werden im Laufe des Jahres 2024 alle Kirchtürme mit einem abwechslungsreichen Programm ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. In einer Broschüre werden all die (Bibel-)Sprüche über Kirchentüren oder auf Glocken ausgelegt und da und dort finden Glaubensgespräche über die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens statt. Ausserdem wird am 24. August 2024 unter dem Titel «zu Tisch – Reformation geht durch den Magen» ein kantonales Kirchenfest statt.

 

Sigrun Holz, Präsidentin

 

 

 

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